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Christian Pape läuft den Köln-Marathon 2016

Christian Pape bereitet sich ein halbes Jahr lang auf die Teilnahme am Köln-Marathon vor. Und läuft und läuft und läuft. In seiner Kolumne „Pape läuft“, die großflächig in der Rheinischen Post erscheint, seziert der Spaßläufer humorvoll seine Lauferfahrungen. Woche für Woche folgen ihm immer mehr Leser auf und neben der Laufstrecke. Mit ihnen teilt Christian Pape seine kleinen Hoffnungen, seine nagenden Ängste, seine niederschmetternden Enttäuschungen und seine übersprudelnde Freude. Dabei weckt er mit jeder geschriebenen Zeile das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Man fiebert, zittert, weint, schwitzt und lacht mit ihm und über ihn. Eines steht jedoch fest, mag kommen was will: Der Dom ist das Ziel. Nach 42,195 Kilometern kreuz und quer durch Köln wird der Traum vom erfolgreich überstandenen Marathon tatsächlich Wirklichkeit. Mit einem Lächeln auf den Lippen …

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Verfolgt in der Rheinischen Post alle Ereignisse auf dem Weg zum erfolgreichen Marathon!

Lest hier die Folgen der Kolumne:

Gibt es so etwas wie den Läufergruß oder gibt es ihn nicht? Empfinden Frauen das Grüßen eines transpirierenden Mannes, der auch noch in hautengen Laufstrumpfhosen steckt, nicht als plumpe Anmache? - Pape läuft (Folge 10)
Meine neue Pulsuhr erklärt sich bestimmt von selbst - dachte ich. Während des Laufens hört das Bimmeln gar nicht mehr auf. Die Spaziergänger um mich herum schauen sich irritiert um und glauben wohl, der Eismann kommt. - Pape läuft (Folge 3)
Ich laufe und laufe. Irgendwann höre ich so ein nervöses Klingeln hinter mir. Ehe ich mich versehe, zieht links eine Oma mit ihrem Rollator vorbei: „Bis du nicht der Christian Pape? Jung, du hättest dich besser mal für eine sitzende Tätigkeit entschieden!“ - Pape läuft (Folge 5)
Während ich gedankenverloren die Ware auf das Kassenband lege, durchzuckt es mich wie ein Blitz. Ich könnte bei diesem Wetter doch einen ersten Versuch auf dem Laufband starten. Euphorisiert und wie in Trance hüpfe ich auf das Kassenband. Ich will einfach nur laufen. - Pape läuft (Folge 13)
Ich bin so herrlich in meinem Laufrhythmus. Und dann plötzlich wie aus dem Nichts - ein stechender Schmerz. Hinten rechts, meine Achillessehne. Eine Reizung? Eine Entzündung? Etwa ein Riss? Der Schmerz strahlt unter die Sohle. Und dann kann ich ihn endlich identifizieren: Ich habe einen Stein im Schuh. - Pape läuft (Folge 7)
Ohne Gesundheitscheck keinen Marathon. „Wann geht´s denn wieder bergrunter?“, fragt Pape. „Wieso bergrunter?“, sagt Dr. Winter schmunzelnd, „wir sind noch nicht mal in der Steigung.“ - Pape läuft (Folge 4)
Der beste Freund des Menschen ist der Hund. Es sei denn, der Mensch trägt Laufschuhe. Alles was sich schnell bewegt, erfüllt beim Hund das Beuteschema. Ein Läufer ist für einen Hund instinktiv eine offene Dose Chappi. Deshalb trage ich immer leckere Würstchen bei mir. Oft habe ich eine richtige Fangemeinde um mich herum. Alle vierbeinig. - Pape läuft (Folge 11)
Ich muss wirklich dringend aufs stille Örtchen und fiebere der Erlösung geradezu entgegen. Hinter einem Erdhügel soll es endlich passieren. Fiebrig hantiere ich am Knoten meiner Laufhose. Auch das noch: Ein Doppelknoten! Verflucht! Habe ich jetzt schon Halluzinationen? Hat der Erdhügel Beine? Plötzlich ein Grunzen und Schnauben. Zwei Augen schauen mich von unten gefährlich an. Vor mir liegt ein Wildschwein. Groß, braun, zottelig. - Pape läuft (Folge 16)
Weil meine Achillessehne überbelastet ist, geht es alternativ aufs Rad. Auf den Feldwegen rund um mein Heimatdorf Beeck bin ich mit dem Trikot vom "Team Telekom" irgendwie falsch gekleidet. Besser würde "Team Funkloch" passen. Wie bei der Tour de France habe auch ich ein stilgerechtes Begleitfahrzeug. Landwirt Axer gabelt mich mit seinem Traktor auf und fährt mich samt Fahrrad in der Mistschaufel huckepack nach Hause. - Pape läuft (Folge 18)
Auch die Jungs von "Kasalla" sind begeisterte Marathonis und beim Köln-Marathon mit der Staffel am Start.
Ich werde von Kopf bis Fuß vermessen. So wie Leonardo da Vincis vitruvianischer Mensch. Bewegungsanalysen und Laufschuheinlagen sollen mich trotz meiner hartnäckigen Verletzung doch noch auf die Marathonstrecke bringen. Ich starte einen Feldversuch: Kann Glaube Berge versetzen? Ich könnte die Kampfrichter bitten, die Zeitabnahme erst am nächsten Tag abzubauen und die Jungs auf dem Besenwagen überreden, einen großzügigen Umweg zu fahren. Der Dom ist das Ziel! - Pape läuft (Folge 21)
Jetzt lasse ich mir die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Ich schlucke. Tränen kullern über mein Gesicht. Ich werde es tatsächlich schaffen. Dann kann ich es sehen, das Ziel! Meine Sohlen berühren den roten Teppich. Proppenvolle Tribünen. Ein Schauer nach dem anderen jagt mir über den Rücken. Das Zieltor! Ich balle die Faust, renne über die Zeitnahmematte. "Piiiep!" Schluss. Aus. Ende. Ich reiße die Arme hoch und warte darauf, bewusstlos umzufallen. Von wegen. Mir geht es prima! - Pape läuft (Folge 22)
Ein Plastikumhang der Blauen Funken soll mich vor Auskühlung schützen. Die Medaille baumelt um meinen Hals. Unser ganzer Tross liegt sich in den Armen. Ein Menschenknäuel. Ich seufze vor Rührung. Mein Physiotherapeuth Frank Hanswillemenke seufzt mit, während seine heilenden Hände meine verspannten Waden und Oberschenkel kneten. Ich liege in einer Grünanlage. Es riecht nach Hundepipi. Egal. Ich fühle mich pudelwohl. - Pape läuft (Folge 22)

Terminkalender

06 Januar Karneval Start der Session
26 Februar Karneval Ende der Session
05 Mai Stolberg-Venwegen Das riecht nach Heimat
05 August Wegberg Beeck Pape grillt